Wie entsteht moderne Software wirklich? Unser Group Director für Product, Tobias Unger, gibt Einblicke in Teamarbeit, KI-getriebene Innovationen und darüber, warum gerade jetzt der perfekte Zeitpunkt für eine Karriere im Product Engineering ist.
Vom Strategieberater zum Product Leader
Wer mit ihm spricht, merkt schnell: Hier trifft strategisches Denken auf tiefe Begeisterung für die Produktentwicklung. Tobias Unger ist 37 Jahre alt, seit fünf Jahren als Group Director Product bei Serviceware tätig und gestaltet dort die Zukunft moderner Softwarelösungen aktiv mit.
Wenn er nicht gerade an Produktstrategien oder neuen AI-getriebenen Lösungen arbeitet, schnürt er die Laufschuhe. Als ambitionierter Läufer bringt er vor allem eines mit: Ausdauer – und genau die braucht es auch im Product Engineering. Denn gute Produkte entstehen nicht über Nacht, sondern durch kontinuierliches Weiterdenken, Testen und Verbessern.
Sein Weg ins Product Engineering begann mit einem Studium der Wirtschaftswissenschaften und International Information Systems an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Danach folgten mehr als sieben Jahre in der Managementberatung, bei BCG und PwC, in denen er strategische Digitalisierungsprojekte begleitete. Doch irgendwann wurde ihm klar: „Ich wollte nicht nur Projekte begleiten, sondern langfristig Verantwortung für ein Produkt und ein Team übernehmen“, erinnert sich Tobias.
Der Wechsel ins Produktmanagement war für ihn deshalb ein logischer Schritt. Besonders gereizt hat ihn die Möglichkeit, echten Einfluss zu nehmen: „Produktmanagement hat einen enormen Einfluss auf die Zukunft eines Softwareunternehmens bzw. -herstellers. Dass mir hier seitens der Serviceware-Geschäftsführung so viel Verantwortung anvertraut wurde, hat mich von Anfang an motiviert.“
Verantwortung für innovative Softwareteams
Seither verantwortet Tobias die Produktentwicklungs-Roadmaps der Serviceware-Plattform und führt ein rund 30-köpfiges Team aus Product Leads, Product Ownern, UX/UI Designern und der technischen Redaktion.
Gemeinsam arbeiten sie daran, innovative Softwarelösungen zu entwickeln und diese kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf bereichsübergreifenden Initiativen, wie etwa der Einführung eines neuen, AI-nativen Kernmoduls der Serviceware-Plattform.
Parallel dazu treibt er gemeinsam mit dem Group Director für Development und dessen Team die Weiterentwicklung des Product Engineering voran, insbesondere im Hinblick auf AI-driven Ansätze und Technologien wie Agentic Coding.
Was ein starkes Softwareentwicklungsteam ausmacht? Für Tobias sind es drei zentrale Faktoren:
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Kundenfokus
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Präzision
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Geschwindigkeit
„Am Ende entscheidet der Kunde über unseren Erfolg, deshalb steht Kundenfokus für uns an erster Stelle. Gleichzeitig ist Präzision im Produktmanagement entscheidend, weil wir die Weichen richtig stellen müssen, damit unser Produkt wirklich die relevanten Probleme löst. Zusätzlich wird Geschwindigkeit immer wichtiger, gerade weil KI-gestützte Entwicklung den Wettbewerb zunehmend beschleunigt."
So arbeitet modernes Product Engineering
Das Team arbeitet in einer skalierten agilen Organisation auf Basis von Scrum. Gemeinsame Tools und klare Prozesse sorgen dafür, dass Teams effizient zusammenarbeiten und voneinander profitieren.
Was Tobias an seinem Beruf besonders schätzt, ist die Bandbreite der Themen. Kaum ein Tag gleicht dem anderen: Mal geht es darum, flexible Lösungen für die Bedarfe im Team zu finden, mal um strategische Fragen rund um neue Marktanforderungen oder den Einfluss generativer KI auf die Softwareentwicklung. Gerade diese Mischung aus operativen Herausforderungen und großen Zukunftsthemen macht für ihn den besonderen Reiz seiner Rolle aus.
Wer in diesem Umfeld erfolgreich sein möchte, braucht vor allem:
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starke Kommunikationsfähigkeiten gegenüber Kunden, dem Team und Kolleg:innen aller internen Abteilungen
- die Fähigkeit, neue Entwicklungen schnell zu erfassen und strukturiert zu bewerten
- und die Kompetenz, Teams zu führen und zu entwickeln
AI als Gamechanger in der Softwareentwicklung
Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr. Sie ist zentraler Bestandteil der täglichen Arbeit.
„AI spielt eine absolut zentrale Rolle sowohl für unsere Produkte, als auch für unsere Arbeitsweise“, erklärt der Group Director für Product.
Wie groß der Einfluss bereits ist, zeigt ein konkretes Beispiel: Ein Entwickler aus dem Serviceware Engineering Team konnte mithilfe von Coding-Agenten eine Funktion in nur 2,5 Tagen umsetzen, für die er früher rund sechs Wochen benötigt hätte.
Diese Entwicklung verändert auch die Anforderungen an Teams. Für Tobias liegt die Schlussfolgerung klar auf der Hand: „KI-Agenten machen im Grunde jeden zur Führungskraft. Umso wichtiger wird es, den Überblick zu behalten, Qualität sicherzustellen und Verantwortung zu übernehmen.“
Ein Blick auf ein prägendes KI-Projekt
Ein besonderes Highlight für Tobias und sein Team war die Entwicklung und Markteinführung des neuen, KI-nativen Kernmoduls der Serviceware-Plattform.
Das Ziel: ein Service-Management-Angebot zu schaffen, das das volle Potenzial generativer KI im Arbeitsalltag nutzbar macht.
Der Weg dorthin:
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Aufbau eines starken, interdisziplinären Teams
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Analyse der bestehenden Lösungen aus Kundensicht
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komplette Neuentwicklung auf Basis modernster Technologien
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frühzeitige Einbindung von Kunden im Beta- und Produktivbetrieb
Das Ergebnis ist ein Produkt, das konsequent an realen Kundenanforderungen ausgerichtet ist und sich durch kontinuierliches Kundenfeedback stetig weiterentwickelt.
Softwareentwicklung: Zwischen Herausforderung und Chance
Die rasante Entwicklung im Bereich KI bringt nicht nur Chancen, sondern auch Herausforderungen mit sich.
„Unsere größte Aufgabe ist es, den Vorsprung unserer Produkte im Bereich KI zu halten und gleichzeitig unsere Arbeitsweise kontinuierlich weiterzuentwickeln“, so Tobias.
Denn die Geschwindigkeit, mit der sich Technologien verändern, erfordert ein Umdenken sowohl auf Produkt- als auch auf Teamebene.
Die Zukunft von Product Engineering
Für Tobias steht fest: „Die Softwareentwicklung steht vor einer grundlegenden Transformation. KI ermöglicht völlig neu gedachte Produkte, die die Arbeit unserer Kunden nachhaltig verändern.“
Gleichzeitig beschleunigt sich die Entwicklung massiv: „Der Weg von der Idee zum Produkt wird sich von Monaten auf wenige Tage verkürzen“, schlussfolgert Tobias.
Karriere im Product Engineering bei Serviceware
Gerade jetzt ist der ideale Zeitpunkt, in die Software- und Produktentwicklung einzusteigen.
„Wir erleben aktuell eine technologische Revolution, wie sie viele Menschen maximal einmal im Berufsleben erleben. Wer diese Dynamik aktiv nutzt, hat enorme Chancen“, sagt Tobias.
Was Serviceware dabei besonders macht:
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echte Verantwortung für Produkte mit globalem Impact
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hohe Sichtbarkeit von Leistung bis ins Top-Management
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ein Umfeld, in dem man aktiv gestalten kann
Fazit
Product Engineering ist heute weit mehr als klassische Softwareentwicklung. Es ist das Zusammenspiel aus Strategie, Technologie, Teamarbeit und künstlicher Intelligenz.
Wer Lust hat, in einem dynamischen Umfeld zu arbeiten und die Zukunft unserer Produkte aktiv mitzugestalten, findet hier genau den richtigen Ort.