25 Jahre, ein Unternehmen, viele Rollen: Marianka Stickel erzählt, wie sie bei Serviceware von der Assistenz der Geschäftsleitung ins HR wechselte – und warum sie nie gegangen ist. Es gibt Karrieren, die sich nicht in einem Satz erzählen lassen. Marianka Stickel ist seit 25 Jahren bei Serviceware. Sie hat als Assistentin der Geschäftsleitung angefangen, das Unternehmen von zehn auf über 450 Mitarbeitende wachsen sehen – und ist heute selbst im HR-Bereich dafür verantwortlich, dass sich neue Kolleg:innen bei Serviceware genauso gut aufgenommen fühlen, wie sie es damals durfte.
Der Anfang: direkt in die Messe- und Eventvorbereitung
Wenn Marianka an ihren ersten Tag bei Serviceware zurückdenkt, ist die Erinnerung noch erstaunlich präsent. Ihre eigentliche Ansprechpartnerin war nicht da, im Büro saß zunächst nur die einzige Entwicklerin des Unternehmens – die mit der neuen Kollegin erst einmal nichts anzufangen wusste. Und dann ging es auch schon los:
„Irgendwann trudelten die anderen Kollegen ein und nahmen mich an die Hand", erzählt sie – und weil die CeBIT kurz bevorstand, ging es direkt in die Messevorbereitung.
Serviceware war damals ein Team von zehn bis fünfzehn Menschen und gerade erst in die neuen Räume in der Bahnhofstraße in Bad Camberg, dem vorherigen Firmenhauptsitz, eingezogen. Man arbeitete mit praktisch jedem zusammen und verbrachte nicht nur die Arbeitszeit, sondern auch die Mittagspause gemeinsam.
In dieser Zeit war Marianka als Assistentin der Geschäftsleitung für Sales und Marketing breit aufgestellt: Termine, Reisen, Präsentationen, Kundenbestellungen – und immer wieder Messen, auf denen sie aktiv Besucher ansprach, statt wie andere Aussteller nur abzuwarten. „Von morgens 9 bis kurz vor 18 Uhr, das ist enorm kräftezehrend", sagt sie, „dennoch sind wir abends mit dem ganzen Team durch die Messehallen gezogen. Für uns hieß es: work hard, party harder."
Vom kleinen Team zum internationalen IT-Unternehmen
Heute beschäftigt Serviceware über 420 Menschen. Als spürbarsten Wendepunkt nennt Marianka die Integration von helpLine im Jahr 2003: der Moment, in dem plötzlich mehrere Standorte hinzukamen und sich Abteilungen strukturierter aufbauten. Was sich seitdem verändert hat, bringt sie kurz auf den Punkt: „Aus einem großen Team sind viele kleine geworden. Was aber geblieben ist, ist der kollegiale Zusammenhalt und das Familiäre."
Worauf sie am meisten stolz ist? Darauf, diesen Weg von einem kleinen Unternehmen zu einem international erfolgreichen Player mitgestaltet zu haben – und dass Serviceware sich dabei einen wertschätzenden Umgang und kurze Wege bewahrt hat.
Vom BWL-Studium zum internen Wechsel ins HR
Nach einigen Jahren entschied sich Marianka, neben dem Job BWL zu studieren. Ihre Abschlussarbeit zum Thema „Ergonomie am Arbeitsplatz" schrieb sie direkt anhand praktischer Beispiele bei Serviceware. Das Unternehmen unterstützte sie mit flexibleren Arbeitszeiten, vor allem in den Prüfungsphasen. Leicht war die Doppelbelastung trotzdem nicht: „Das Privatleben hatte Einbußen, die sozialen Kontakte wurden weniger. Ich würde es dennoch wieder genauso tun. Denn den erfolgreichen Abschluss kann einem keiner nehmen."
Der eigentliche Wendepunkt kam, als die damalige HR-Kollegin das Unternehmen verließ. Statt zu warten, ergriff Marianka selbst die Initiative: „Personalarbeit hat mich schon immer interessiert. Ich habe ja auch das Studium mit Schwerpunkt Personal absolviert. Da war es naheliegend, die Chance zu ergreifen." Was ihr den Mut zum kompletten Bereichswechsel gab, bringt sie mit einem Wort zum Ausdruck: „Vertrauen!" Dass sie diesen Wechsel selbst anstoßen konnte, ist für sie bis heute selbstverständlicher Teil der Unternehmenskultur: „Serviceware fördert seit Beginn an die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden, wobei der Anstoß durch die Mitarbeitenden selbst gewünscht ist."
Ganz reibungslos verlief der Übergang trotzdem nicht: Marianka übernahm zunächst eine Doppelrolle, weil noch kein Ersatz für ihre alte Stelle gefunden war, und wurde bald darauf schwanger. Richtig angekommen fühlte sie sich erst nach ihrer Rückkehr 2013, in einem kleinen, gut eingespielten HR-Team.
Ihr Rat an alle, die selbst über einen internen Wechsel nachdenken: „Wann, wenn nicht jetzt! Ich habe noch nie mitbekommen, dass ein solches Engagement negativ bewertet wurde."
Vertrauen als roter Faden über 25 Jahre hinweg
Auch privat ist in den 25 Jahren viel passiert, unter anderem kamen Mariankas zwei Söhne zur Welt. Was ihr in dieser Zeit besonders half, war das Vertrauen, das ihr entgegengebracht wurde: „Serviceware ist wie eine große Familie. Es ist ein Geben und ein Nehmen. Gerade als die Kinder klein waren oder während Corona konnte ich meine Arbeitszeit wirklich flexibel gestalten."
Dieses Prinzip prägt auch ihre heutige Arbeit im HR: „HR bedeutet für mich, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Mitarbeitende sich entfalten können und die Serviceware erfolgreich ist. Dabei geht es um Vertrauen, Wertschätzung und den Blick für individuelle Bedürfnisse." Ihre eigene Geschichte hilft ihr dabei, Entwicklungen einzuordnen und Veränderungen mit langfristiger Perspektive zu begleiten. Am meisten Energie gibt ihr der respektvolle Austausch mit Mitarbeitenden und Führungskräften, erklärt sie uns.
Warum bleibt man 25 Jahre in einem Unternehmen?
Gelegenheiten zu gehen gab es – auch erst kürzlich wieder. Trotzdem hat sich Marianka jedes Mal bewusst für Serviceware entschieden: „Für mich zählt nicht nur die Aufgabe, sondern vor allem das Team und die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite. Ich durfte miterleben, wie aus einem kleinen 'Turnschuh-Team' ein erfolgreiches Unternehmen geworden ist. Diese emotionale Verbundenheit und der Wunsch, den weiteren Weg mitzugestalten, haben den Ausschlag gegeben."
Was Loyalität für sie bedeutet, fasst sie so zusammen:
„Loyalität bedeutet für mich gegenseitiges Vertrauen, Wertschätzung, Verlässlichkeit und Offenheit. Wenn Menschen das Gefühl haben, gesehen zu werden und gemeinsam etwas bewegen zu können, entsteht eine Verbundenheit, die weit über den Arbeitsalltag hinausgeht – ich würde sagen, das trifft auf die Serviceware 1:1 zu.“
Wer sich im Team von Serviceware wohlfühlt
Auf die Frage, wem sie eine Bewerbung bei Serviceware empfehlen würde, hat Marianka eine klare Vorstellung. Besonders gut passen Menschen, die:
-
gerne im Team arbeiten und Verantwortung übernehmen
-
offen für Veränderungen und neugierig auf Neues sind
-
eigene Ideen einbringen und aktiv mitgestalten möchten
- einen respektvollen, wertschätzenden Umgang genauso leben wie das Unternehmen selbst
„Trau dich und lerne Serviceware kennen", sagt sie. „Wenn du Verantwortung übernehmen und Veränderungen mitgestalten möchtest, findest du hier ein Umfeld, in dem du dich einbringen und weiterentwickeln kannst."
Fazit: Was 25 Jahre Zugehörigkeit ausmacht
25 Jahre bei einem Arbeitgeber sind selten geworden. Und genau deshalb lohnt sich der Blick darauf, was diese Verbindung trägt: Vertrauen, echte Entwicklungsmöglichkeiten und ein Team, das zusammenhält, auch wenn das Unternehmen wächst. Für die Zukunft wünscht sich Marianka, weiterhin Veränderungen mitgestalten zu können – und dass Serviceware dabei seine Werte bewahrt, während es sich für Neues öffnet.