Threat Hunting
Threat Hunting bezeichnet die proaktive Suche nach neuen, unbekannten Bedrohungen, die vorhandene Sicherheitsmechanismen bisher nicht erkannt haben. Im Unterschied zum reinen Alert-Handling startet Threat Hunting häufig mit Hypothesen, Auffälligkeiten oder bekannten Angriffsmustern. Analysten untersuchen dann Telemetrie, Prozesse und Verhaltensdaten, um versteckte Aktivitäten oder frühe Indikatoren zu finden. Besonders wertvoll ist dieser Ansatz bei geschickten, hartnäckigen Angreifern, die mit legitimen Werkzeugen oder unauffälligen Techniken arbeiten.
Threat Hunting erhöht dadurch die Chance, fortgeschrittene Angriffe früher zu entdecken. Gleichzeitig entstehen aus den Erkenntnissen oft neue Regeln, Playbooks und Verbesserungen für bestehende Security-Kontrollen. Für Unternehmen ist Threat Hunting deshalb ein Reifegradmerkmal moderner Security Operations. Der Begriff steht für aktive Verteidigung statt bloßer Reaktion auf bereits bestätigte Alarme. Bei fehlenden internen Ressourcen können Managed Services diese Fähigkeiten operativ ergänzen. Operativ hilft automatisierte Angriffserkennung, relevante Signale schneller von weniger kritischen Ereignissen zu trennen.
Siehe auch: Security Operations Center, Threat Intelligence und Adversary Intelligence.