Threat Intelligence

Threat Intelligence bezeichnet im Bereich IT Security die systematische Sammlung, Auswertung und Einordnung von Informationen über Bedrohungsakteure, Taktiken, Schwachstellen und Angriffsmuster. Aus rohen Daten werden dabei nutzbare Erkenntnisse, die Security-Teams bei Entscheidungen unterstützen. Je nach Zielsetzung kann Threat Intelligence strategisch, operativ oder taktisch genutzt werden. Strategisch hilft sie etwa bei Prioritäten und Investitionen, operativ bei Lagebildern und taktisch bei Indicators of Compromise oder TTPs.

Der Mehrwert steigt deutlich, wenn die Informationen auf die eigene Branche, Region, Technologien und Exponierung bezogen werden. Threat Intelligence ist deshalb kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug zur besseren Priorisierung von Risiken. In modernen Security-Programmen fließt sie häufig in Detection-Regeln, Jagdhypothesen und Management-Entscheidungen ein. Der Begriff steht damit für kontextbasiertes Wissen, das Abwehrmaßnahmen gezielter und wirksamer macht.

Siehe auch: Adversary Intelligence und MITRE ATT&CK.