Chargeback

Chargeback bezeichnet ein Abrechnungsmodell, bei dem IT-Kosten verursachungsgerecht an Fachbereiche, Kostenstellen oder Geschäftseinheiten weiterverrechnet werden. Anders als beim reinen Reporting wird aus der Kostentransparenz ein tatsächlicher finanzieller Ausgleich. Nutzer oder Organisationseinheiten sehen also nicht nur, welche IT-Services sie verbrauchen, sondern tragen die entsprechenden Kosten auch in ihrem Budget. Das erhöht Kostenbewusstsein und schafft Anreize, Ressourcen effizienter einzusetzen.

Typische Grundlage für Chargeback sind Servicekataloge, Verbrauchsdaten, Kostenmodelle und klare Verrechnungsschlüssel. Abgerechnet werden können zum Beispiel Cloud-Ressourcen, Lizenzen, Infrastrukturleistungen oder standardisierte IT-Services. Wichtig ist, dass die Regeln nachvollziehbar und akzeptiert sind. Sind Kostenmodelle zu kompliziert oder Daten nicht belastbar, entstehen schnell Diskussionen über Fairness und Genauigkeit. Für strukturierte Abrechnungsprozesse ist IT Charging und Billing ein wichtiger Anwendungsbereich.

Chargeback ist eng mit IT Financial Management verbunden. Während Showback Kosten zunächst sichtbar macht, führt Chargeback diese Transparenz in eine tatsächliche Kostenverrechnung über. Der Ansatz eignet sich besonders für Organisationen, die IT stärker wie einen internen Service Provider steuern möchten. Ergänzend helfen Kennzahlen, Wirtschaftlichkeit, Auslastung und Servicequalität regelmäßig zu bewerten.

Siehe auch: IT-Asset-Management und Service Level Management.

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