Allokationsschlüssel (Verteilungsschlüssel)

Ein Allokationsschlüssel (Verteilungsschlüssel) ist die Messgröße oder Regel, nach der Kosten aus einem Kostenpool auf Empfänger wie Services, Anwendungen oder Organisationseinheiten verteilt werden. Er bestimmt, welcher Anteil gemeinsamer Kosten auf welchen Verursacher entfällt.

Typische Beispiele: Netzwerkkosten nach übertragenem Datenvolumen, Service-Desk-Kosten nach Ticketaufkommen, Lizenzkosten nach Nutzerzahl, Rechenzentrumskosten nach Energieverbrauch oder Stellfläche. Gute Schlüssel sind verursachungsgerecht, auf verlässlich messbaren Größen aufgebaut, wirtschaftlich erhebbar und für die belasteten Bereiche nachvollziehbar. Die Wahl des Schlüssels wirkt unmittelbar auf die Ergebnisse: Derselbe Pool aus Kostenpools führt je nach Schlüssel zu deutlich unterschiedlichen Belastungen.

Wie und in welcher Reihenfolge Schlüssel im Kostenmodell angewendet werden, definiert die Allokationsregel. Transparente Schlüssel sind eine Kernvoraussetzung dafür, dass interne Sätze und Abrechnungen akzeptiert werden.