Allokationsregel

Eine Allokationsregel ist die definierte Vorgabe, wie Kosten innerhalb eines Kostenmodells fließen: von welchem sendenden Objekt sie ausgehen, welche Empfänger sie erreichen, welcher Schlüssel angewendet wird und in welcher Reihenfolge die Verteilung erfolgt. Regeln machen die Kostenverteilung damit zu einem definierten, wiederholbaren Verfahren.

Zu den Bestandteilen gehören Quelle (etwa ein Kostenpool oder Tower), Ziel (etwa Services oder Kostenstellen), der verwendete Allokationsschlüssel, gegebenenfalls Gewichtungen sowie ein Gültigkeitszeitraum. In mehrstufigen Modellen greifen Regeln ineinander: Pools werden zunächst auf Towers verteilt, diese anschließend auf Services und Empfänger. Zentrale Anforderungen sind Reproduzierbarkeit und Revisionsfähigkeit: Gleiche Eingangsdaten müssen zum gleichen Ergebnis führen, und jede Belastung muss sich bis zur Quelle zurückverfolgen lassen.

Dokumentierte Allokationsregeln machen das Kostenmodell prüfbar und erklärbar. Sie sind damit die Grundlage für die Akzeptanz der abgeleiteten Sätze, Berichte und internen Abrechnungen.