Semantische Suche: Wissen schneller nutzbar machen

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Viele Serviceorganisationen haben kein Wissensproblem. Sie haben ein Auffindbarkeitsproblem. Knowledge-Artikel sind vorhanden, Prozesse dokumentiert, Lösungswege gepflegt. Trotzdem verlieren Mitarbeitende im Service täglich Zeit mit Suchen, Vergleichen und Einordnen.

Das eigentliche Problem ist dabei häufig nicht fehlendes Wissen, sondern das, was ich "Dunkelwissen" nenne: Wissen, das existiert, aber praktisch ungenutzt bleibt, weil es im entscheidenden Moment nicht gefunden wird. 

Die neue semantische Suche in Serviceware Knowledge holt dieses Dunkelwissen ans Licht, direkt im Prozess der Recherche. Das Feedback der ersten Nutzer zeigt: Die Recherche wird mit der semantischen Suche bis zu sechsmal schneller. Das verändert nicht nur einzelne Suchvorgänge. Es verändert, wie schnell Service-Teams vorhandenes Wissen nutzen können – und steigert so den Wert des gesamten Wissensmanagements.

Warum klassische Suche im Service Zeit kostet

Im Service zählt, wie schnell Wissen gefunden wird. Klassische Suchen funktionieren häufig dann gut, wenn Suchanfrage und Artikeltext sprachlich zusammenpassen. Trifft der Anfragende das richtige Stichwort, sind die Ergebnisse brauchbar. Trifft er es nicht – und wurde das Suchwort auch beim Tagging nicht berücksichtigt –, kann relevantes Wissen unsichtbar bleiben, obwohl es im System vorhanden ist.

Genau das passiert im Servicealltag regelmäßig. Menschen beschreiben Probleme unterschiedlich. Sie nutzen andere Begriffe, kennen interne Fachsprache nicht oder suchen aus Kundensicht statt aus Prozesssicht.

Ein Beispiel: Jemand sucht nach „Lieferung verzögert“. Der passende Artikel verwendet aber den Begriff „Versandverzug“. Inhaltlich geht es um dasselbe Thema. Sprachlich liegen die Begriffe auseinander. Eine rein Keyword-basierte Suche kann den relevanten Inhalt übersehen.

Das Ergebnis ist Zeitverlust im Service. Mitarbeitende stellen Rückfragen, suchen weiter oder lösen das Problem auf anderem Weg. Anfragen dauern länger, obwohl die passende Information bereits vorhanden ist. Für die Wissensredaktion kommt hinzu: Gute Inhalte zahlen nur dann auf den Service ein, wenn sie gefunden werden.

Was semantische Suche in Knowledge anders macht

Die semantische Suche in Serviceware Knowledge setzt genau hier an. Sie sucht nicht nur nach identischen Begriffen, sondern berücksichtigt Bedeutung und Zusammenhang einer Anfrage. Die Frage ist also nicht mehr nur: „Kommt dieses Wort im Artikel vor?“, sondern: „Welcher Inhalt passt zur Absicht hinter der Anfrage?“

Damit verändert sich der Zugriff auf dokumentiertes Wissen. Die semantische Suche hilft Anwendern, relevante Inhalte auch dann zu finden, wenn Suchbegriff und Artikeltext nicht exakt übereinstimmen. Für Service-Teams ist das besonders relevant, weil viele Anfragen aus konkreten Situationen, Symptomen oder Kundenbeschreibungen entstehen – nicht aus der internen Wissensstruktur.

Semantische Suche erzeugt kein neues Wissen. Sie macht vorhandenes Wissen besser erreichbar.

Dieser Ansatz wird durch KI-generierte Antworten ergänzt. Anwender erhalten nicht nur eine Trefferliste, sondern eine fertige Antwort auf Basis der vorhandenen Inhalte. Das kann die Orientierung beschleunigen, besonders wenn Informationen über längere Artikel verteilt sind.

Wichtig ist dabei die Zuverlässigkeit der Antworten. KI-generierte Antworten sind keine isolierten Blackbox-Ergebnisse, sondern beruhen auf validiertem Wissen. Anwender sehen, auf welchen Knowledge-Artikeln eine Antwort basiert. So entsteht eine andere Qualität der Nutzung.

Zugleich gilt: Die semantische Suche und KI-generierte Antworten ersetzen keine saubere Wissenspflege. Sie machen sogar sichtbarer, wie wichtig gute Inhalte sind. Denn die Qualität der Ergebnisse hängt weiterhin von der Qualität der vorhandenen Wissensbasis ab.

Die semantische Suche ist keine Komfortfunktion

Aus meiner Sicht wird die Geschwindigkeit, mit der Wissen gefunden und angewendet wird, zu einem immer wichtigeren Faktor im Customer Service. Viele Unternehmen haben bereits viel in ihre Wissensbasis investiert. Wird dieses Wissen aber nicht schnell genug gefunden, bleibt ein Teil dieses Investments wirkungslos.

Zugespitzt formuliert: Wissen, das nicht gefunden wird, erzeugt keinen Nutzen.

Semantische Suche ist deshalb mehr als eine neue Suchfunktion. Sie ist ein pragmatischer Schritt, um vorhandenes Wissen im Service schneller nutzbar zu machen. Für bestehende Nutzer von Serviceware Knowledge liegt darin eine konkrete Chance: Sie können auf vorhandenen Wissensbeständen aufbauen und diese im Arbeitsalltag besser verfügbar machen.

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