IT-Kostenallokation (Kostenumlage)

IT-Kostenallokation (auch Kostenumlage) ist die verursachungsgerechte Zuordnung von IT-Kosten zu Services, Produkten oder Organisationseinheiten anhand definierter Regeln. Sie beantwortet die Frage, welcher Empfänger welchen Anteil an gemeinsamen IT-Ausgaben trägt, etwa an Infrastruktur, Lizenzen, Cloud-Ressourcen oder Personalkosten.

Der typische Ablauf: Istkosten aus dem Hauptbuch werden in Kostenpools gruppiert, über Allokationsschlüssel auf Empfänger verteilt und zu Sätzen je Leistungseinheit verdichtet. Ein Beispiel: 120.000 € Netzwerkkosten werden nach Datenvolumen verteilt; Bereich A trägt 40 % (48.000 €), Bereich B 60 % (72.000 €). Gute Allokation ist nachvollziehbar, auf messbaren Größen aufgebaut und von den belasteten Bereichen akzeptiert.

Die Kostenallokation ist die methodische Grundlage von Showback- und Chargeback-Modellen im IT Financial Management. Ohne belastbare Allokation bleiben interne Preise und Abrechnungen angreifbar; mit ihr lassen sich Kosten bis zur Quelle im Hauptbuch zurückverfolgen.