Digital Risk Protection (DRP)
Digital Risk Protection (DRP) beschreibt Maßnahmen zum Schutz digitaler Marken-, Kommunikations- und Präsenzflächen außerhalb der direkt kontrollierten Unternehmensumgebung. Dazu gehören gefälschte Social-Media-Konten, Markenmissbrauch, Phishing-Seiten und kompromittierte öffentliche Kommunikationskanäle.
Typische DRP-Funktionen sind das Monitoring von Domain-Registrierungen, App-Stores, sozialen Netzwerken und einschlägigen Foren bis hin zum Dark Web, die Erkennung von Impersonation und geleakten Zugangsdaten sowie organisierte Takedown-Prozesse gegen missbräuchliche Inhalte. Der Blick richtet sich damit konsequent nach außen – auf jene digitalen Berührungspunkte, die Kunden und Partner wahrnehmen, die das Unternehmen aber nicht selbst betreibt.
Abzugrenzen ist DRP vom Attack Surface Management, das die eigene, technisch erreichbare Infrastruktur inventarisiert; DRP adressiert dagegen Marken- und Reputationsrisiken auf fremden Plattformen. Methodische Grundlage ist in beiden Fällen Threat Intelligence, die Beobachtungen in bewertbare, priorisierte Risiken übersetzt.