Transfer Pricing (Verrechnungspreise)

Transfer Pricing (Verrechnungspreise) bezeichnet die Festlegung und Dokumentation der Preise, zu denen Leistungen zwischen verbundenen Unternehmen eines Konzerns verrechnet werden. Für IT-Leistungen betrifft das etwa zentral erbrachte Services, die Landesgesellschaften nutzen und grenzüberschreitend bezahlen.

Steuerlicher Maßstab ist der Fremdvergleichsgrundsatz (arm's length principle) nach den OECD-Verrechnungspreisleitlinien: Konzerninterne Preise müssen dem entsprechen, was unabhängige Dritte vereinbaren würden. Bei IT-Leistungen ist die kostenbasierte Methode verbreitet: Auf die nachvollziehbar hergeleiteten Stückkosten wird ein angemessener Aufschlag (Mark-up) erhoben, zum Beispiel 100 € Stückkosten plus 7 Prozent gleich 107 € Intercompany-Preis. Kostenherleitung und Preisbildung sind zu dokumentieren, üblich in Local File und Master File. Die Umsetzung im Kostenmodell beschreibt die Seite IT-Verrechnungspreise.

Abzugrenzen ist die interne Leistungsverrechnung innerhalb einer Gesellschaft, die keiner steuerlichen Preisdokumentation unterliegt. In beiden Fällen bildet ein belastbar hergeleiteter Verrechnungssatz die Grundlage.

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