Datenreplikation

Datenreplikation beschreibt die fortlaufende oder regelmäßige Übertragung von Daten an einen zweiten Speicherort, um Verfügbarkeit und Wiederherstellbarkeit zu verbessern. Daten werden dabei nicht nur gesichert, sondern parallel an anderer Stelle nutzbar vorgehalten.

Unterschieden wird zwischen synchroner Replikation, bei der jede Änderung erst nach Bestätigung des Zweitstandorts gilt (kein Datenverlust, aber distanz- und latenzabhängig), und asynchroner Replikation, die Änderungen zeitversetzt überträgt und damit größere Entfernungen erlaubt – um den Preis eines möglichen kleinen Datenverlustfensters. Typische Einsatzfelder sind Hochverfügbarkeit, Standortkopplung und Disaster-Recovery-Konzepte mit anspruchsvollen Wiederanlaufzielen.

Replikation ist allerdings kein Backup-Ersatz: Fehlerhafte, gelöschte oder durch Ransomware verschlüsselte Daten werden mitrepliziert – das Problem wandert mit. Belastbare Konzepte kombinieren Replikation deshalb mit unabhängigen Sicherungen und geschützten Wiederherstellungspfaden, wie sie Cyber Recovery beschreibt.