Data Fabric

Data Fabric beschreibt ein Architekturkonzept, mit dem Daten über verschiedene Systeme, Standorte und Cloud-Umgebungen hinweg konsistent verbunden, verwaltet und nutzbar gemacht werden – eine einheitliche Daten-Ebene über verteilten Beständen.

Kernelemente sind eine übergreifende Metadaten-Schicht mit Datenkatalogen, einheitliche Zugriffs- und Sicherheitsrichtlinien unabhängig vom Speicherort sowie Mechanismen für Datenmobilität zwischen Rechenzentrum, Clouds und Edge-Standorten. Grundlage dafür ist leistungsfähige Datenintegration, die Quellen anbindet, ohne alle Daten physisch zusammenzuziehen. Abzugrenzen ist das Konzept vom Data Mesh, das dieselbe Herausforderung primär organisatorisch löst (dezentrale Datenverantwortung in Fachdomänen), während die Data Fabric auf eine technische Vereinheitlichungsschicht setzt – beide Ansätze schließen sich nicht aus.

Für Unternehmen ist eine Data Fabric weniger ein Produkt als ein Betriebsmodell für verteilte Datenbestände: Sie reduziert Silos, verbessert Governance und macht Daten für Analysen, KI und Recovery einfacher verfügbar. Mit Hybrid Cloud und KI-Workloads gewinnt das Konzept als Zielbild des Data Managements weiter an Bedeutung.