Backup Retention
Backup Retention bezeichnet die festgelegte Dauer, für die Sicherungskopien aufbewahrt werden. Eine Retention Policy bestimmt, welche Wiederherstellungspunkte wie lange verfügbar bleiben und wann sie automatisiert gelöscht oder in eine langfristige Archivstufe überführt werden.
Die passende Aufbewahrungsdauer hängt von mehreren Faktoren ab: geschäftlichen Anforderungen, gesetzlichen Vorgaben, Datenänderungsraten, Speicherbudgets und erwarteten Wiederherstellungsszenarien. Kurze Fristen reduzieren den Speicherbedarf, können aber problematisch sein, wenn ein Fehler oder Angriff erst spät entdeckt wird. Lange Fristen schaffen mehr historische Wiederherstellungspunkte, erhöhen jedoch Kosten und Governance-Aufwand.
In der Praxis werden Aufbewahrungsfristen häufig gestaffelt, etwa nach dem Generationenprinzip (Grandfather-Father-Son) mit täglichen, wöchentlichen und monatlichen Sicherungsständen. Abzugrenzen ist Retention von der Archivierung: Backups dienen der Wiederherstellung, Archive der langfristigen, oft gesetzlich geforderten Aufbewahrung einzelner Datenbestände. Sinnvoll definierte Retention Policies verbinden beides zu einem konsistenten Konzept für Data Management.