Exploits als Einfallstor: Patch Management reicht nicht

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Exploits gewinnen bei Cyberangriffen an Bedeutung. Das Patch Management hält nicht Schritt, deshalb rücken verhaltensbasierte EDR/XDR-Lösungen wie CrowdStrike in den Blick. 

Angreifer setzen zunehmend auf technische Schwachstellen statt nur auf den Menschen, denn laut dem Verizon Data Breach Investigations Report 2026 ist die Ausnutzung von Software-Schwachstellen auf ungepatchten Systemen inzwischen der häufigste Einfallsweg in Unternehmen – verantwortlich für 31 Prozent aller Angriffe und damit erstmals häufiger als gestohlene Zugangsdaten. 

Matthias Schwettlick
„Für Cyberkriminelle ist der Angriff mit Exploits bequemer. Sie müssen nicht wie bei Phishing erst einen Mitarbeitenden manipulieren. Außerdem lassen sich diese Angriffe leichter automatisieren.“ 

Matthias Schwettlick

Security Architect bei Serviceware SE

Was ist ein Exploit und wie gefährlich ist er? 

Ein Exploit ist ein gezielter Angriffscode, der eine Sicherheitslücke in Software, Hardware, Netzwerken oder einem Betriebssystem ausnutzt. Er erreicht damit unbefugten Zugriff auf Daten, kann Systeme übernehmen oder Schadsoftware einschleusen. Besonders gefährlich sind Zero-Day-Exploits. Sie zielen auf Schwachstellen ab, für die es noch keinen Patch gibt. Bis zu ihrem Erscheinen können Angreifer relativ leicht in Systeme eindringen. 

Das Patch Management kommt nicht mehr hinterher 

Der Verizon-Bericht zeigt die Größe des Problems: Nur 26 Prozent der Schwachstellen wurden 2025 vollständig behoben. Die IT-Teams kommen mit dem Patchen kaum noch hinterher.

Die Gründe: 

  • Security-Patches haben Seiteneffekte. Abhängigkeiten oder Inkompatibilitäten können Kundenanwendungen und Produktionssysteme lahmlegen. 

  • Genehmigungsprozesse kosten Zeit. Sie können in regulierten Umgebungen durchaus einige Tage dauern. 

  • Die Masse der Exploits überwältigt. Softwarefehler werden heute automatisiert und in großer Zahl entdeckt, zu viel für manuelles Patch Management. 

  • Cyberkriminelle haben aufgerüstet. Sie scannen aktiv nach Sicherheitslücken und starten automatisierte Angriffe. 

Was tun, wenn nicht sofort gepatcht werden kann? 

Da es kein vollautomatisiertes Patch Management gibt, lassen sich Sicherheitslücken nicht in Sekunden schließen. Selbst wenn ein Patch verfügbar ist, muss er zunächst bewertet, getestet und kontrolliert ausgerollt werden. Gerade in produktiven IT-Umgebungen braucht dieser Prozess Zeit. Unternehmen müssen deshalb die Phase zwischen Bekanntwerden einer Schwachstelle und dem Einspielen des Patches gezielt absichern. 

Risiken sichtbar machen und priorisieren  

Dafür braucht es einen mehrschichtigen Sicherheitsansatz. Den Anfang bildet ein Exposure Management, beispielweise mit CrowdStrike, das kritische Schwachstellen priorisiert und Fehlkonfigurationen sichtbar macht. So lassen sich Risiken gezielt bewerten und beheben, bevor sie ausgenutzt werden können. Ergänzend helfen automatisierte Angriffssimulationen (Breach & Attack Simulation), die tatsächliche Ausnutzbarkeit von Schwachstellen zu überprüfen und Maßnahmen nach ihrem realen Risiko zu priorisieren. 

Angriffe erkennen und eindämmen 

Kommt es dennoch zu einem Exploit, sind Geschwindigkeit und Transparenz entscheidend. EDR/XDR-Lösungen, wie CrowdStrike, erkennen verdächtiges Verhalten frühzeitig und reagieren auf erfolgreiche Angriffe in Echtzeit. Ergänzend identifizieren Network Detection and Response (NDR)-Lösungen laterale Bewegungen innerhalb des Netzwerks, während Netzwerksegmentierung und SASE-Konzepte kompromittierte Systeme isolieren und die Angriffsfläche reduzieren. So lässt sich die Ausbreitung eines Angriffs wirksam begrenzen, bis die Schwachstelle dauerhaft geschlossen ist. 

Ganzheitlicher Ansatz mit starken Partnern  

Gemeinsam mit führenden Technologiepartnern in den Bereichen Exposure Management, Angriffssimulation, EDR/XDR, NDR und SASE unterstützt Serviceware Unternehmen dabei, einzelne Sicherheitslösungen zu einer ganzheitlichen Strategie zu verbinden. Dafür setzt Serviceware auf ein Portfolio etablierter Anbieter wie CrowdStrike, Vectra AI, Cato Networks, Pentera und Remedio und sorgt dafür, dass die Lösungen im Ernstfall nahtlos zusammenspielen. Dies umfasst die Bewertung, die Implementierung und den laufenden Betrieb. So entsteht aus einzelnen Werkzeugen eine integrierte Sicherheitsarchitektur, die Risiken reduziert und Unternehmen nachhaltig schützt. 

Matthias Schwettlick
„Sicherheit bedeutet nicht, jede Schwachstelle sofort schließen zu können. Entscheidend ist, die Zeit bis zum Patch wirksam abzusichern und Angriffe in dieser Phase zuverlässig zu erkennen und einzudämmen.“ 

Matthias Schwettlick

Security Architect bei Serviceware SE

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