Datenmigration vorbereiten: Planung, Rollen und Risiken

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Warum gute Vorbereitung bei der Datenmigration entscheidet 

Bei einer Datenmigration entscheidet selten die Technik allein über Erfolg oder Misserfolg. Häufiger sind es fehlende Vorbereitung, unklare Verantwortlichkeiten und unterschätzte Risiken, die zu Verzögerungen, Nacharbeiten oder Datenverlust führen. Wer eine Datenmigration vorbereiten will, sollte deshalb vor dem ersten technischen Schritt eine strukturierte Antwort auf drei Fragen haben: Was wird migriert, wer ist verantwortlich, und welche Risiken bestehen? 

Diese Fragen betreffen nicht nur große Systemwechsel. Auch kleinere Migrationen im Rahmen einer Softwareeinführung profitieren von einer klaren Vorbereitung, weil sich Fehler in den Quelldaten sonst direkt in das neue System übertragen. 

Migration planen: Phasen, Meilensteine und Projektplan 

Ein tragfähiger Datenmigration-Projektplan gliedert sich üblicherweise in mehrere Phasen: 

  • Analyse: Quellsysteme, Datenvolumen und betroffene Fachbereiche werden erfasst. 

  • Vorbereitung: Datenqualität wird geprüft, Mapping und Bereinigungsregeln werden definiert. 

  • Testmigration: Ein Probelauf validiert das Vorgehen, bevor produktive Daten migriert werden. 

  • Go-live: Die eigentliche Migration erfolgt nach einem festgelegten Ablauf mit Abnahme. 

  • Nachbereitung: Ergebnisse werden geprüft, offene Punkte dokumentiert, Governance für den Regelbetrieb übergeben. 

Jede Phase braucht einen Meilenstein mit klarem Abschlusskriterium, damit der Projektplan nicht zur reinen Zeitschiene verkommt, sondern messbare Fortschrittspunkte enthält. 

Verantwortlichkeiten für die Datenmigration klären 

Eine Datenmigration betrifft in der Regel mehrere Parteien gleichzeitig, deren Rollen vor Projektstart eindeutig verteilt sein sollten: 

  • Fachbereich: liefert Fachwissen zu den Daten und nimmt das Ergebnis fachlich ab. 

  • IT-Projektleitung: steuert Zeitplan, Ressourcen und Kommunikation zwischen den Beteiligten. 

  • Data Owner: verantwortet Qualität und Freigabe der jeweiligen Datenbestände. 

  • Anbieter/Implementierungspartner: setzt die technische Migration um und begleitet die Testphasen. 

Eine einfache RACI-Übersicht (Responsible, Accountable, Consulted, Informed) je Migrationsschritt verhindert, dass Entscheidungen zwischen den Beteiligten hin- und hergeschoben werden. 

Risiken bei der Datenmigration und Gegenmaßnahmen 

Zu den häufigsten Risiken bei einer Datenmigration zählen: 

  • Unvollständige oder fehlerhafte Quelldaten, die unbemerkt übertragen werden 

  • Unterschätzter Zeitaufwand für Bereinigung und Testmigration 

  • Fehlende Rollback-Option, falls die Migration nicht wie geplant verläuft 

  • Mangelnde Abstimmung zwischen Fachbereich und IT während der produktiven Migration 

Für jedes dieser Risiken sollte eine konkrete Gegenmaßnahme im Projektplan verankert sein. Besonders wichtig ist ein Rollback-Plan: Er legt fest, unter welchen Bedingungen eine Migration abgebrochen wird, wie die Datensicherung davor erfolgt und wie ein Zurücksetzen in den vorherigen Zustand technisch möglich bleibt. 

Go-live-Vorbereitung für die Datenmigration 

Vor dem eigentlichen Go-live lohnt sich ein abschließender Check, der mehrere Punkte zusammenführt: Ist die Abnahme der Testmigration erfolgt, liegt ein aktuelles Backup vor, sind Support und Eskalationswege für den Go-live-Tag besetzt, und ist die Kommunikation an betroffene Anwender:innen erfolgt? Eine Go-live-Checkliste für die Datenmigration bündelt diese Punkte an einer Stelle, statt sie über mehrere Dokumente zu verteilen. 

Weiterführende Ressourcen zur Datenmigration

Eine erfolgreiche Datenmigration beginnt mit einer klaren Bestandsaufnahme: Welche Daten werden übernommen, welche Datenbestände müssen bereinigt werden und wer trägt die fachliche Verantwortung? Weiterführende Inhalte zu Datenqualität, Data Governance und Datenmanagement helfen dabei, diese Grundlagen systematisch zu schaffen.

Auch Themen wie Testverfahren, IT-Projektmanagement, Backup- und Sicherheitskonzepte sowie die Einführung neuer Software sind für die Planung und Durchführung einer Migration relevant. Sie unterstützen Unternehmen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und den Übergang in den Regelbetrieb verlässlich zu gestalten.

Für die konkrete technische Umsetzung, etwa bei Microsoft 365, Archivsystemen oder einer Systemkonsolidierung, bietet die Lösungsseite Data Migration einen Überblick über mögliche Services und Vorgehensweisen.

 

 

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