IT-Budget
Ein IT-Budget ist der geplante finanzielle Rahmen für die IT-Ausgaben einer Organisation in einer Periode, meist einem Geschäftsjahr. Es legt fest, welche Mittel für Betrieb, Projekte und Weiterentwicklung der IT zur Verfügung stehen, und dient als verbindliche Steuerungsgröße.
Strukturiert wird ein IT-Budget üblicherweise nach Kostenarten wie Personal, Hardware, Software und Lizenzen, Cloud-Leistungen und externen Dienstleistern sowie nach Verwendungszweck, häufig getrennt in laufenden Betrieb und Investitions- oder Innovationsvorhaben. Auch die Aufteilung in CapEx und OpEx gehört zur Planung. Der Planungsprozess selbst, von der Bedarfserhebung über Abstimmungsrunden bis zur Freigabe, ist Kern der IT Budgetplanung.
Gesteuert wird unterjährig über die Budgetkontrolle: Das Budget wird meist monatlich mit den Istkosten und einem laufend aktualisierten Forecast abgeglichen. Bereits gebundene Mittel aus Bestellungen und Verträgen (Obligo) zählen mit, damit das verfügbare Budget nicht überschätzt wird. Die Plan-Ist-Abweichung dient als Frühwarnsignal: Ihre Ursachen, etwa veränderte Mengen, Preise oder verschobene Projekte, werden analysiert, bevor das Budget überschritten ist.
Typische Gegenmaßnahmen sind Umschichtungen zwischen Budgetpositionen, das Sperren noch nicht gebundener Mittel und das Verschieben von Vorhaben. Begründeter Mehrbedarf wird als Nachtragsbudget zur Freigabe vorgelegt. Wirksame Budgetsteuerung setzt klare Budgetverantwortung voraus: Jede Budgetposition hat eine verantwortliche Person, die Abweichungen erklärt und Maßnahmen einleitet.