Digital Experience Monitoring (DEM)

Digital Experience Monitoring (DEM) bezeichnet die Messung und Analyse der digitalen Nutzungserfahrung aus Sicht der Anwender über Endgerät, Netzwerk und Anwendung hinweg. Ziel ist es, Leistungsprobleme zu erkennen, bevor sie gemeldet werden, und ihre Ursache schnell einzugrenzen.

DEM kombiniert mehrere Messmethoden: synthetisches Monitoring, das regelmäßig Testzugriffe auf Anwendungen ausführt, Real User Monitoring, das tatsächliche Nutzerinteraktionen auswertet, und Agenten auf Endgeräten, die Gerätezustand, WLAN-Qualität und Ressourcenauslastung erfassen. Hinzu kommen Pfadanalysen, die Latenz und Paketverlust jedes Netzabschnitts sichtbar machen. So lässt sich unterscheiden, ob eine Störung am Endgerät, im lokalen Netz, beim Internetprovider, im Netz des Cloud-Anbieters oder in der SaaS-Anwendung selbst entsteht.

DEM ist mit Netzwerktransparenz verwandt, richtet den Blick aber auf das Erleben der Nutzer statt auf einzelne Netzkomponenten. Im IT-Betrieb liefert es Daten für eine proaktive Störungsbehebung und verkürzt die Analyse gemeldeter Probleme im Service Desk. DEM ergänzt Endpoint Management um eine Ende-zu-Ende-Sicht und ist zunehmend Bestandteil von SASE-Plattformen.