Data Sovereignty
Data Sovereignty bezeichnet die Fähigkeit einer Organisation, die Kontrolle über ihre Daten, deren Verarbeitung und die dafür geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen zu behalten. Entscheidend ist nicht nur, wo Daten gespeichert werden, sondern auch, welche Unternehmen, Behörden und Rechtsordnungen auf sie einwirken können. Datensouveränität betrifft daher technische, organisatorische und vertragliche Entscheidungen gleichermaßen.
In Cloud- und SaaS-Umgebungen spielen dabei unter anderem Anbieterabhängigkeiten, Administrationsrechte, Verschlüsselung, Datenexport, Löschbarkeit und die Wahl von Speicherregionen eine Rolle. Eine Organisation ist umso souveräner, je transparenter sie Datenflüsse steuern und bei Bedarf Daten in kontrollierbare Umgebungen überführen kann. Das Thema ist eng mit Data Management sowie Governance und Sicherheit verbunden.
Data Sovereignty ist von Data Residency zu unterscheiden: Der Speicherort ist ein wichtiger Teilaspekt, beschreibt aber allein noch nicht die gesamte rechtliche und operative Kontrolle über Daten.