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ITFM und TBM: Fünf Trends für die IT-Steuerung

Geschrieben von Cameron Kent | 20. Februar, 2025

Steigende IT-Kosten, komplexe Cloud-Umgebungen und neue Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz verändern das IT-Finanzmanagement. CIOs und IT-Finance-Teams müssen Technologieausgaben transparent machen, Investitionen gezielt steuern und deren Geschäftswert nachweisen.

IT Financial Management (ITFM) und Technology Business Management (TBM) schaffen dafür die Grundlage. Fünf Entwicklungen zeigen, worauf Unternehmen bei der finanziellen Steuerung ihrer IT achten sollten.

1. Kostentransparenz schafft klare Verantwortung

IT-Budgets stehen zunehmend unter Druck. CFOs und Fachbereiche erwarten nachvollziehbare Kostenstrukturen und eine klare Zuordnung von Ausgaben zu IT-Services und Geschäftsbereichen.

IT Financial Management (ITFM) ermöglicht es, IT-Kosten systematisch zu erfassen, zu analysieren und verursachungsgerecht zuzuordnen. Das verbessert die Budgetkontrolle und erleichtert die Kommunikation zwischen IT und Finance.

Was Unternehmen jetzt tun sollten:

  • IT-Kosten transparent nach Services und Geschäftsbereichen aufschlüsseln.
  • Budgets konsequent mit strategischen Zielen verknüpfen.
  • Self-Service-Reporting ermöglichen, damit Stakeholder relevante Kosteninformationen eigenständig abrufen können.

Mehr Kostentransparenz schafft finanzielle Verantwortung und unterstützt fundierte Entscheidungen.

2. FinOps verbindet Cloud-Kosten mit Geschäftswert

Cloud, SaaS und KI-Anwendungen erhöhen die Komplexität der IT-Kostensteuerung. Variable Verbrauchsmodelle erschweren die Budgetplanung und erfordern eine kontinuierliche Überwachung.

FinOps unterstützt Unternehmen dabei, Technologieausgaben anhand von Verbrauch, Kosten und Geschäftswert zu steuern. Der Ansatz erweitert sich zunehmend über Public Cloud hinaus auf SaaS, Lizenzen und KI-Workloads.

In Kombination mit ITFM entsteht eine umfassendere Sicht auf die finanzielle Performance der IT.

Was Unternehmen jetzt tun sollten:

  • Cloud-Kosten durch transparente Kostenallokation den verantwortlichen Teams zuordnen.
  • Showback- und Chargeback-Modelle nutzen, um das Kostenbewusstsein zu stärken.
  • Verbrauchsdaten und Kostenprognosen regelmäßig analysieren, um Budgetabweichungen frühzeitig zu erkennen.

So können Unternehmen ihre Cloud-Ausgaben gezielter optimieren und Investitionen besser planen.

3. KI unterstützt Planung und Kostenmanagement

Manuelle Finanzprozesse und Excel-basierte Auswertungen beanspruchen wertvolle Ressourcen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Geschwindigkeit und Genauigkeit der IT-Finanzplanung.

Künstliche Intelligenz kann ITFM-Prozesse unterstützen, indem sie große Datenmengen analysiert, Auffälligkeiten erkennt und wiederkehrende Aufgaben automatisiert.

Besonders relevant sind KI-gestützte Kostenprognosen, Anomalieerkennung und automatisiertes Reporting.

Was Unternehmen jetzt tun sollten:

  • Wiederkehrende Reporting-Aufgaben schrittweise automatisieren.
  • Prognosemodelle zur frühzeitigen Erkennung von Kostenentwicklungen einsetzen.
  • Datenqualität und klare Kontrollprozesse sicherstellen.

KI ersetzt keine finanzielle Verantwortung. Sie unterstützt IT-Finance-Teams dabei, schneller zu analysieren und mehr Zeit für strategische Entscheidungen zu gewinnen.

4. ITFM verbindet Servicekosten und IT-Assets

IT-Kosten entstehen über den gesamten Lebenszyklus von Services, Anwendungen und IT-Assets. Ohne eine gemeinsame Datenbasis bleiben tatsächliche Kosten und Einsparpotenziale häufig unklar.

Die Verbindung von ITFM mit IT Service Management (ITSM) und Enterprise Asset Management (EAM) ermöglicht eine umfassendere Bewertung von Technologieausgaben.

Unternehmen können beispielsweise Lizenzkosten, Wartungsaufwand und Servicekosten gemeinsam analysieren und ineffiziente Ressourcennutzung identifizieren.

Was Unternehmen jetzt tun sollten:

  • Finanzdaten mit Service- und Asset-Informationen verknüpfen.
  • Gesamtkosten über den Lebenszyklus von IT-Assets berücksichtigen.
  • Beschaffungs- und Investitionsentscheidungen auf Basis transparenter Kostenstrukturen treffen.

Dadurch lassen sich IT-Ressourcen effizienter nutzen und unnötige Ausgaben reduzieren.

5. Nachhaltigkeit in IT-Finanzentscheidungen verankern

Nachhaltigkeit wird auch für die IT-Kostensteuerung relevanter. Energieverbrauch, Rechenzentrumseffizienz und die Ressourcennutzung von Cloud-Diensten beeinflussen sowohl die Umweltbilanz als auch die Betriebskosten.

ITFM kann dabei helfen, die finanziellen Auswirkungen nachhaltiger IT-Maßnahmen zu bewerten. Werden Finanzdaten mit geeigneten Energie- und Emissionsdaten verknüpft, lassen sich Kosten und ökologische Auswirkungen gemeinsam betrachten.

Was Unternehmen jetzt tun sollten:

  • Energie- und Ressourcenkosten in die IT-Finanzplanung einbeziehen.
  • Effizienzpotenziale in Rechenzentren und Cloud-Umgebungen identifizieren.
  • Nachhaltige IT-Investitionen anhand wirtschaftlicher und ökologischer Kennzahlen bewerten.

So können Unternehmen Kostenoptimierung und Nachhaltigkeitsziele besser miteinander verbinden.

Fazit: IT-Finanzmanagement strategisch ausrichten

Die Anforderungen an das IT-Finanzmanagement entwickeln sich weiter. Kostentransparenz, FinOps, KI, integrierte IT-Steuerung und Nachhaltigkeit gewinnen an Bedeutung.

ITFM schafft die finanzielle Grundlage, um Technologieausgaben zu planen und zu optimieren. Technology Business Management (TBM) ergänzt diese Perspektive, indem es Kosten und Leistungen mit dem geschäftlichen Nutzen der IT verbindet.

Unternehmen, die ihre Finanzdaten konsolidieren, Prozesse automatisieren und Technologieinvestitionen konsequent an Geschäftszielen ausrichten, schaffen bessere Voraussetzungen für eine wirtschaftliche und zukunftsfähige IT.