Jede Branche – auch die IT-Branche – ist gefordert, nach Wegen zu suchen, wie sie ihren CO2-Fußabdruck verringern kann, um die Gefahr des Klimawandels durch nachhaltigere Maßnahmen zu mindern. Das Konzept von Green IT gibt es schon seit geraumer Zeit. Es geht darum, die Informationstechnologie auf umweltschonende Weise zu nutzen, wobei der Schwerpunkt auf der Verringerung der Kohlenstoffemissionen und des Energieverbrauchs liegt. Das Thema ist brandaktuell, das Konzept innovativ, dennoch setzen Unternehmen es nur schleppend um.
Unsere Abhängigkeit von KI-Technologien und Software zur Automatisierung von Geschäftsprozessen verbraucht in bedenklichem Ausmaß Energie. Derzeit verursacht der Technologie- und Telekommunikationssektor schätzungsweise 5% der weltweiten CO2-Emissionen, doch wie Forbes hier feststellt, wird diese Zahl bis 2040 voraussichtlich auf bis zu 14% ansteigen.
Green IT kann die von uns verursachten Kohlenstoffemissionen erheblich reduzieren. Durch die Einführung nachhaltiger IT-Praktiken und den Einsatz energieeffizienter Hardware und erneuerbarer Energiequellen können Unternehmen ihre Umweltbilanz verbessern und gleichzeitig Geld bei den Energiekosten sparen. Doch die Zeit drängt:
Die ökologisch nachhaltigere Ausrichtung ist natürlich ein großer Vorteil von Green IT. Dazu kommen Kosteneinsparungen, Wettbewerbsvorteile und die bessere Einhaltung von Vorschriften, die Unternehmen durch die Umsetzung von Green IT-Strategien erzielen können.
Nicht zuletzt können Unternehmen, die umweltfreundliche IT-Praktiken anwenden, die Einhaltung von Umweltvorschriften sicherstellen. Viele Regierungen auf der ganzen Welt führen Vorschriften zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen und zur Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit ein. So wurden beispielsweise im Jahr 2022 mehr als 30 britische Unternehmen von der Umweltbehörde im Rahmen der Bemühungen um eine Verringerung der Treibhausgasemissionen mit Geldbußen belegt. Durch die Einführung grüner IT-Praktiken können Unternehmen diese Vorschriften einhalten und Bußgelder und Strafen für die Nichteinhaltung vermeiden.
Die Vorteile liegen auf der Hand und die Bedeutung ist klar. Wie können Sie also mit Ihrer Green-IT-Strategie loslegen?
Verwenden Sie energieeffiziente Hardware: Wählen Sie Hardware mit Umweltzertifizierungen wie dem Blauen Engel, ENERGY STAR® oder solche, die stromsparende Komponenten verwenden, um den Energieverbrauch zu senken.
Virtualisieren Sie Ihre IT-Infrastruktur: Die Virtualisierungs-Technologie ermöglicht es Unternehmen, mehrere Server als virtuelle Maschinen (VMs) zu konsolidieren und die Anzahl der erforderlichen physischen Server zu reduzieren, was letztlich zu einer Senkung des Energieverbrauchs führt.
Nutzen Sie nachhaltige Software: Wählen Sie Anbieter, die Wert auf ökologische Nachhaltigkeit legen. Halten Sie sich über einige der neuesten Initiativen auf dem Laufenden, die effizientere und kohlenstoffreduzierende Lösungen fördern, z. B. die Software Carbon Intensity (SCI) Specification.
Setzen Sie auf erneuerbare Energiequellen: Erwägen Sie die Nutzung erneuerbarer Energiequellen wie Solar- oder Windenergie für die Stromversorgung Ihrer IT-Infrastruktur.
Reduzieren Sie den Papierverbrauch: Führen Sie digitale Dokumentenverwaltungssysteme ein und ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, elektronische Kommunikation anstelle von Papier zu nutzen.
Recyceln Sie Elektroschrott: Führen Sie Programme zum Recycling von Elektroschrott ein, um die Umweltbelastung durch ausrangierte IT-Geräte zu verringern. Wenn es wirklich keine Verwendung mehr für das jeweilige Gerät gibt, so lassen sich zumindest die Batterien und elektronischen Komponenten recyceln.
Um Ihre Green-IT-Initiativen zu verwirklichen, beziehen Sie das gesamte Unternehmen ein und sammeln Detailinformationen aus jedem Bereich des Unternehmens, um sicherzustellen, dass die Informationen korrekt sind und Sie volle Transparenz haben. Bei Serviceware bieten wir eine CO2-Analyse für Unternehmen an, um diesen Prozess einfach, digitalisiert und präzise zu gestalten.
Ist es also zu spät für Green IT? Auf keinen Fall. Um die CO2-Emissionen erheblich zu senken, müssen wir jedoch alle unseren Beitrag leisten. Technologiedienste und -anbieter müssen das Thema Nachhaltigkeit ganz oben auf die Tagesordnung setzen und alles in ihrer Macht Stehende tun, um nachhaltigere Lösungen für die Nutzer zu implementieren und den Markt aufzuklären. Nutzer müssen clever einkaufen und nur solche IT-Lösungen nutzen, die mit ihren Umweltzielen vereinbar sind und die Green-IT-Zertifizierungen erfüllen.
Durch die Einführung nachhaltiger IT-Praktiken können wir alle gemeinsam einen positiven Beitrag leisten.